Hinter den Kulissen

Ein Podcast-Projekt entsteht

Christina Wilkes und Sebastian Veits sind junge Erwachsene aus dem Kreis der Assoziierten der Oblaten. Christina, die meistens einfach Tina genannt wird, arbeitet beim Rundfunk, Sebastian in der Medienabteilung der Oblaten. Beide kennen uns Oblaten schon seit ihrer Jugend. In diesem Jahr haben die beiden mit viel Unterstützung von Oblaten, Oblatinnen und Assoziierten ein Podcast-Projekt auf die Beine gestellt. Wie es dazu kam und wie das alles läuft, erzählen uns die beiden hier.

Von der Idee zum Projekt

Sebastian: Auf dem Weg zur Arbeit höre ich gerne Podcasts. Das hat mich in den letzten Jahren echt weitergebracht, ich habe da viele gute Ideen her. Ich dachte mir: Mensch, es wäre doch super, wenn wir als Oblatenfamilie auch mal sowas produzieren könnten. Diese Idee trug ich lange mit mir herum. Und plötzlich ergab sich eine Gelegenheit, als mir Christina im Herbst letzten Jahres von ihren Plänen erzählte, die Medienarbeit der Oblaten zu unterstützen.

So nahm die Idee eine Form an: Wir wollten in der Fastenzeit 2020 einen täglichen Impuls produzieren. Die Leute sollten die Gedanken dort aufnehmen können, wo es für sie passt, wo ein bisschen Zeit ist. Wir hatten den Weg zur Arbeit im Kopf. Einige sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und können dort lesen – daher gibt es die Impulse jeden Tag schriftlich auf der Homepage. Andere fahren Auto und hören lieber etwas. Darum sollte es auch jeden Tag eine Podcast-Episode mit dem Impuls geben.”

Erfahrung einbringen und Unterstützung sammeln

Christina: „Die Oblaten und ich begleiten uns seit fast 20 Jahren. Als Assoziierte möchte ich meine Talente und Fähigkeiten gerne für die Idee der Oblatenfamilie einbringen: Die Liebe Gottes zu den Menschen zeitgemäß verkünden. Ich bin Rundfunkjournalistin und war sofort Feuer und Flamme für die Idee.

So habe ich also einen ersten Impuls geschrieben und im Studio aufgenommen. Das war natürlich noch weit weg von dem, was es am Ende geworden ist, aber mir war es wichtig, dass wir schnell ein Gefühl dafür zu bekommen, in welche Richtung es gehen soll. Dafür brauchten wir eine Idee, wie sich so eine Podcast-Episode anhören könnte.Als nächstes galt es, Autoren zu finden. Wir haben rumgefragt: Bei Oblaten, bei den Oblatinnen, bei den Assoziierten: Könntest du dir vorstellen, ein, zwei Impulse zu schreiben? Und tatsächlich haben wir kaum ein Nein gehört. So haben am Schluss fast 20 Autorinnen und Autoren Impulse geschrieben.”

Ohne Fleiß… und nix läuft wie geplant

Sebastian: „Wir haben die großartige Erfahrung gemacht, dass alle, die uns Texte für die Impulse zugesagt hatten, die auch in der vereinbarten Zeit geliefert hatten – das ist nicht selbstverständlich. Da hatten wir dann also 26 Texte liegen, 6 Texte mussten wir selbst schreiben – die waren leider nicht ganz so pünktlich.

Und dann war Fleißarbeit dran: Die Texte lesen, laut sprechen – ich habe gemerkt, dass mir das echt schwerfällt – ich bin eher schreiben gewöhnt – aber Tina war da einfach unglaublich gut, routiniert und professionell.“

Christina: „Klar habe ich da einige Erfahrungen aus der Arbeit mitgebracht: Einen Text zum Sprechen zu schreiben, ist halt anders, als einen Schrifttext zu verfassen. Kurze Sätze, klare Aussagen – das hilft beim Verstehen und schon vorher beim Sprechen. Aber die Textredaktion haben wir dann zu großen Teilen auch gemeinsam gemacht – bei der Aufnahme der Impulse. Beim Einsprechen spürt man dann, welche Stellen im Impuls Kraft haben.

Eine echte Herausforderung war es, die Termine mit den Tonstudio, den Sprecherinnen und Sprechern zu vereinbaren. Wir hatten einen super Termin gefunden – der auch noch genügend Zeit für die Aufbereitung des Materials gelassen hätte. Aber dann kam das Sturmtief Sabine und der Zeitplan war etwas über den Haufen gepustet.”

Was hat es gebracht?

Sebastian: Auf jeden Fall hat das Projekt schon jetzt Bewegung gebracht. Wir haben mit einem großen Unterstützerkreis etwas angeschoben und tolle Impulse produziert. Das begeistert mich. Was wir jetzt noch nicht absehen können – dafür ist es noch zu früh, wenn wir diesen Artikel schreiben – wie hoch die Resonanz war – also wie viele Leute unsere Impulse wirklich gehört oder gelesen haben.”

Christina: „Ich persönlich habe mich riesig gefreut, das mir viele Impulse schon in der Redaktionsphase gut gefallen haben und mir wichtige Denkanstöße gegeben haben. So habe ich dieses Jahr richtig gute Vorsätze für die Fastenzeit, die einfach mal nichts mit Essen und Trinken zu tun haben.“

Learning – was war gut, was geht besser

Sebastian: „Für mich war beeindruckend, wie verbindlich sich die Autorinnen und Autoren der Impulse eingebracht haben – das hätte ich so nicht erwartet. Spannend war für mich die Frage, wie der Teil heißen soll, in dem die Hörer aufgefordert werden, etwas ganz Konkretes zu tun. Wir haben uns für den Titel „Arsch hoch – Challenge“ entschieden. Als wir das in verschiedenen Runden diskutiert haben, war es immer das gleiche Ergebnis: Für Leute zwischen 20 und 40 war der Titel provokant, aber unproblematisch. Für Leute über 40 sehr provokant bis abstoßend. Weil wir das klare Ziel hatten, vor allem Hörer zwischen 25 und 45 anzusprechen, haben wir uns entschieden, bei der Umgangssprache zu bleiben“.

Christina: „Die Autorinnen und Autoren waren auch für mich ein Highlight: Nicht nur, dass alle ihre Texte abgeliefert haben. Sondern schon im Vorfeld: Alle, die wir gefragt haben, waren von der Idee begeistert und haben sich mit großer Freude eingebracht. Oder wie Marc, einer der Sprecher es sagte: Vielen Dank, dass ihr an mich gedacht habt! So eine Rückmeldung ist wirklich bewegend.

Jetzt hoffen wir natürlich, dass auch unsere Impulse ankommen, und die Hörer und Leser in der Fastenzeit bewegen..”

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