Brainstorming für die Zukunft

Im Nikolauskloster trafen sich vom 24.-26. März ungefähr 35 Jugendliche und Oblaten, um gemeinsam einen Blick in die Zukunft zu wagen. Der Einladung gefolgt sind Schüler aus unserem Gymnasium Mariengarden, junge Erwachsene aus dem Kreis der Assoziierten, Jugendliche, die zum Teil schon seit ihrer Kindheit die Oblaten kennen und in Jugendgruppen groß geworden sind sowie Jugendliche der OMIGang aus Tschechien.

Zum einen ging es darum, sich nach langer Zeit mal wiederzusehen, sich auszutauschen, sich besser kennenzulernen und gemeinsam zu feiern und zu beten. Zum anderen drehte sich das Wochenende um die Frage: Was wollt ihr Jugendlichen von uns Oblaten und was können wir für euch tun – was können wir gemeinsam tun?

Am Anfang unseres Treffens stand der heilige Eugen, unser Ordensgründer im Mittelpunkt. Er hat es verstanden, Jugendliche aus der Armut und aus der Kriminalität zu befreien, indem er ihnen Gemeinschaft, Glauben und Orientierung geboten hat. Von Anfang an war Jugendarbeit also ein zentraler Aspekt unserer Mission als Oblaten. Und das Generalkapitel, also das wichtigste Gremium einer Ordensgemeinschaft hat betont, dass die Mission mit der Jugend zentral für uns Oblaten ist. Nach dieser Einführung ging es dann an die Arbeit:

Der erste Schritt war ein Blick auf die eigene Lebensplanung und die eigene Erfahrung mit den Oblaten: Wo werde ich in 1-2 Jahren sein? Was werde ich brauchen? Wo geht die Reise hin? Was ist mir wichtig an der Jugendarbeit der Oblaten und was fehlt mir? Was macht die Oblaten besonders und was kann ich zur Jugendarbeit beitragen? Aber es ging auch um einen Blick über den Tellerrand hinaus: In kleinen Gruppen haben wir uns auf den Weg gemacht, um in Einkaufszentren, Fußgängerzonen, Familienausstellungen und Zirkusvorstellungen Jugendliche zu beobachten und mit ihnen ins Gespräch zu kommen: Was erwartest du vom Leben? Was kann die Kirche für dich tun?

Dieser Perspektivwechsel vom ich zum du, vom Reflektieren über das eigene Leben und das beobachten der Menschen um uns herum hat uns dann zum finalen und vielleicht wichtigsten Thema geführt: Was können wir – Jugendliche und Oblaten – konkret tun? Und konkret wurde es auch: Einige wollen sich regelmäßig treffen und Leben und Gebet teilen. Es wird ausgelotet werden, wie Jugendliche und Oblaten in der Schule besser zusammenarbeiten können. Es soll eine Bar der Begegnung entstehen und einiges mehr.

Das Wochenende war eine Art Brainstorming für die Zukunft. Es ging ums Brain, also ums nachdenken und planen. Aber vor allem haben wir erfahren dürfen, dass der Heilige Geist manchmal wie ein Sturm ist, der unsere Gedanken und Pläne ab und zu vielleicht durcheinanderbringt, aber vor allem durchdringt und führt. Wo der Heilige Geist ist, das ist Leben und da ist Segen. Und mit dieser Gewissheit gehen wir gemeinsam in die Zukunft.