Juliusz unterwegs auf dem Jakobsweg

2.000 Kilometer – 3 Monate – 60 Euro

“Man muss das ja nicht so extrem machen…”

Das Abi geschafft – und jetzt? Juliusz wollte die 2.000 km von Wiesbaden nach Santiago de Compostela zu Fuß gehen. Wir finden das verrückt und spannend, darum haben wir uns mit Juliusz unterhalten. Er erzählt, was ihm die Reise gebracht hat und von seinen Erlebnissen unterwegs.

Juliusz Kowalski

Juliusz pilgerte 2000 km zu Fuß nach Santiago.
Foto: Sebastian Veits

„Ein bisschen Abenteuerlust nach dem Abitur“

Juliusz, warum bist du alleine den Jakobsweg gegangen?

Mit meinen Eltern hatte ich schon Rom und Tschenstochau besucht, 2005 war ich noch auf einem Schüleraustausch in Jerusalem. Da spürte ich: Diese Wallfahrtsorte haben eine ganz eigene Atmosphäre. Santiago de Compostela ist eines der größten Pilgerzentren in Europa, mit unglaublich vielen Routen, die dahin führen. Und letztendlich hatte ich nach dem Abitur ein bisschen Abenteuerlust, wollte selbst unterwegs sein. All das hat mich nach Santiago gezogen.
Das hatte ja auch gepasst: Ich hatte die Schule abgeschlossen, ich hatte mich firmen lassen und ich wollte einen deutlichen Schnitt setzten. Vor mir lag die ungewisse Zukunft. Da dachte ich, ich könnte das an Gott mal herantragen und mal schauen, ob auf diesem Weg nicht etwas passiert, was mich dann in eine gewisse Richtung lenkt.
So kam es auch, dass ich alleine unterwegs war: Ursprünglich wollte mich eine Freundin begleiten, die Pfadfinderin ist. Sie wäre mit Wander- und Überlebenserfahrung eine super Begleitung gewesen. Allerdings bekam sie einen FSJ-Platz in Indien und konnte nicht mehr mitkommen. Ein anderer Freund, auch Pfadfinder, den ich dann gefragt hatte, wollte mitgehen, wenn er keinen Studienplatz bekommen hätte. Den bekam er dann aber. Da dachte ich mir: Nun, dann soll ich wohl alleine gehen.

Wie hast du dich vorbereitet, was hast du eingepackt?

Meine Vorbereitung war katastrophal, ich habe zu viel gelesen und zu wenig gemacht. Im Nachhinein muss ich sagen: Mehr Vorbereitung hätte ich mir vor allem bei den praktischen Dingen gewünscht! Hätte mir mal jemand erklärt, wie man einen Rucksack packt. Und ich hätte vorher mehr laufen sollen. Schon am ersten Tag hatte ich mir die Füße blutig gelaufen, weswegen ich die ersten drei, vier, fünf Tage so gelitten habe, dass ich fast umgekehrt wäre. Aber ich wollte auch nicht, dass die Reise an mir selbst scheitert.
Ich hatte ein bisschen Geld dabei, meine Schwester hatte mir 50 € für Postkarten gegeben und ich hatte 60 € im Geldbeutel. Als Notfallplan hatte ich die EC-Karte im Rucksack, die wollte ich aber eigentlich nie benutzen. Das hat auch geklappt, die brauchte ich erst wieder in Santiago de Compostela. Was mir sonst noch wichtig war, war mein Pilgertagebuch, einen Rosenkranz, ein Neues Testament und ausgedruckte Psalmen und Gebete. Und ein weißes Hemd. Mit einem Kompass und ADAC-Straßenkarten lief ich dann los.

„Ich fahre dich nach Spanien“

Wie haben deine Eltern reagiert, als du gesagt hast: „So, ich lauf jetzt mal nach Santiago“?

Die ersten Reaktionen: „Nein! Besser nicht! Meinst du das ernst? Mal ehrlich, das ist doch ein bisschen weit. Das dauert ein bisschen lange. Also, muss das denn sein?“ Mein Vater hat dann den Kompromiss gesucht und einen Vorschlag gemacht: „Ich fahr dich mit dem Auto bis nach Spanien, und dann kannst du den Monat in Spanien laufen, also dann reicht es aber auch. Du bekommst dann auch noch einen Zuschuss. Aber da war ich dagegen. Ich bin dann alleine losgelaufen, das war dann schon in Ordnung. Im Nachhinein haben sie sich zwar beschwert, dass ich öfter hätte anrufen sollen, weil ich mein Handy komplett ausgeschaltet hatte. Nur alle drei Tage habe ich nachgeschaut, ob es irgendwelche SMS gibt und habe auch meinen Eltern eine kurze Nachricht geschrieben. Dann wussten sie ungefähr, wo ich bin, und dass es mir gut geht.

Wie waren sonst die Reaktionen auf deine Pilgerfahrt?

Mein Firmpate war von der Idee völlig begeistert. Er war auch unser Gemeindepfarrer und schrieb so im Gemeindebrief immer wieder über meine Wallfahrt. So trug mich die ganze Gemeinde im Gebet mit. Eigentlich fanden das alle spannend und waren hellauf begeistert.

Und unterwegs?

Auch unterwegs! Die Leute, denen ich begegnet bin, fanden mich für sich selbst motivierend und so hatte ich nie Probleme einen Schlafplatz zu finden. Die Zahl der Nächte, an denen ich keinen Platz zum Schlafen gefunden habe, kann ich an zwei Händen abzählen.

Wie kann ich mir das vorstellen? Du läufst über das Feld und die Leute rufen dir zu: Juliusz, übernachte bei mir?

Ja, so abwegig ist das nicht. Tatsächlich wurde ich oft gefragt, wohin ich möchte, warum ich hier wandere und so kam ich mit vielen Menschen ins Gespräch. Dann wurde ich oft auch eingeladen. Ich muss sagen, besonders faszinierend war das für mich in Frankreich. Ich spreche kein einziges Wort französisch, darum hatte meine Schwester mir Sätze aufgeschrieben und mir beigebracht, wie ich sie ausspreche. So konnte ich einfache Dinge fragen – Darf ich bei ihnen schlafen, haben Sie etwas zu essen, haben Sie etwas zu trinken für mich? – und das hat vollkommen genügt. Abends setzte ich mich in die Dorfmitte, dann kamen immer Leute vorbei, die fragten, ob sie mir etwas Gutes tun könnten. Ich fragte dann, ob ich bei Ihnen irgendwo schlafen könnte. Die Leute haben mich immer mitgenommen, mich meistens durchgefüttert, noch für den nächsten Tag ausgestattet und hin und wieder sogar noch etwas Geld mitgegeben.

Ein durchgeschnorrter Abiurlaub also?

Naja, das könnte man vielleicht so sagen, aber die Dimension ist ja schon ne andere. Es war ja nicht nur Fun, am Strand rumliegen und nichts tun, sondern ich habe ein aktives Gebetsleben entfaltet, in das ich die Leute, denen ich begegnete, eingeschlossen habe. Ich glaube, die Leute haben mich nicht als Schnorrer oder Gammler empfunden. Es klingt zwar absurd, aber sie haben sich wirklich gefreut, dass sie mir helfen und mich unterstützen konnten, in einer Sache, die ihnen selbst auch am Herzen liegt oder für die sie zumindest ein großes Verständnis haben. Es war ja eben nicht nur die Vino-Spaß-Tour von Juliusz, sondern es war eine Pilgerfahrt. Natürlich hat eine Wallfahrt verschiedene Facetten, es sind Elemente von Kulturtour und Urlaub dabei, aber das wesentliche war immer ganz klar: Es geht um Gott, es geht um Sankt Jakobus, es geht darum, das eigene Gebetsleben ein bisschen zu intensivieren. Das wird immer in der Gemeinschaft vollzogen, ob da jetzt die Leute physisch anwesend sind oder nicht.

„Dann bin ich eben losgelaufen und gelaufen und gelaufen“

Juliusz unterwegs auf dem Jakobsweg

Juliusz unterwegs auf dem Jakobsweg. Foto: Juliusz Kowalski

Wie war dein Pilgeralltag?

Morgens brach ich immer so früh wie möglich auf, nachdem ich auf der Karte geschaut hatte, was das Tagesziel sein könnte. Dann fragte ich die Leute, wie ich da am besten hinkomme, ohne über die großen Landstraßen laufen zu müssen und dann bin ich eben losgelaufen und gelaufen und gelaufen. Natürlich habe ich auch mal Pausen gemacht oder mir irgendwas angeschaut. Aber am Tag lief ich so acht bis zehn Stunden, bis zur Dämmerung. Dann war der Zeitpunkt gekommen, mal nach nem Schlafplatz auszuschauen zu halten. Als erstes hab ich in den Pfarrhäusern gefragt, denn der Pfarrer sollte sich ja auskennen und weiterhelfen können. Da aber viele Pfarrhäuser leer standen, suchte ich weiter: Arbeiten Leute im Garten oder sitzen Menschen irgendwo. Abends war dann halt Sauberkeit und Wundpflege dran, ein Rosenkranz und ein fast komatöser Schlaf. Wenn es ging, dann hab ich mich schon um neun Uhr hingelegt, denn nach so nem Tag draußen, in der Sonne, da war ich einfach platt und zufrieden. Dafür bin ich auch gerne um sechs aufgewacht und hab dann nur auf den Sonnenaufgang gewartet, damit ich weitergehen kann. Total verrückt, denn eigentlich bin ich vor zehn Uhr morgens kaum ansprechbar.

Welche schwierigen Momente hast du erlebt?

Da waren zum einen die furchtbaren ersten Tage, zum anderen die Wachhunde in Frankreich. Die Leute haben da riesige Wachhunde. Einmal wanderte ich durch einen Ort, und mich begleitete ein Rottweiler, die ganze Zeit. Er lief an einem Zaun mit, kläffte laut, fletschte die Zähne, sprang herum. Plötzlich sah ich: Nur noch fünf Meter bis zum offenen Tor. Ich dachte mir nur „Augen zu und durch“. Dann blickte ich starr nach vorn, würdigte den Hund mit keinem Blick und lief strikt gerade aus. Der Hund kam natürlich aus dem Tor, rannte auf mich zu und war nur noch wenige Zentimeter von mir entfernt. Da kam ein Kind aus dem Haus gelaufen. Es rief den Hund, er blieb stehen und kläffte nur noch hinter mir her. Da habe ich Blut geschwitzt.

Eine andere gefährliche Aktion war der Besuch der Bergkapelle von St. Eutrope. Die Kapelle liegt einige hundert Meter hoch und ist nur über wackelige Stufen zu erreichen, die an einer Klippe entlang führen. Auf dem Rücken hatte ich meinen 25 kg – Rucksack, das war schon beim Aufstieg heikel. Gemeinsam mit einem anderen Pilger haben wir in der Hütte an der Kapelle übernachtet, so mit Lagerfeuer und heißen Bohnen, wirklich toll. Es stürmte aber in der Nacht fürchterlich. Am nächsten Morgen war alles nass. Beim Abstieg waren die Stufen dann nicht nur wackelig, sondern auch glitschig. Und linkerhand ging es immerhin 50 m steil nach unten. Wir haben uns an allem festgehalten, was wir irgendwie packen konnten. Es ist auch alles gut gegangen, aber ob das die cleverste Entscheidung war, da bin ich mir nicht mehr so sicher.

Kapelle des Hl. Eutrope in Castanet-le-Haut.
Foto: Castanet/CC-BY-SA-3.0/Wikimedia Commons.

Und welche schönen Erinnerungen hast du?

Da gibt es viele. Die einzelnen Leute, die bleiben mir im Kopf. Zum Beispiel die Begegnung mit der ersten Familie, die mich aufgenommen hat. Das war in der Situation, in der ich schon fast umkehren wollte, weil ich beim Laufen solche Schmerzen hatte. Ich wurde einfach angesprochen, wo ich denn noch hin möchte. Ich antwortete dann nur, dass ich noch in den nächsten Ort ginge, es sei denn, die Familie könnte mich in ihrer Garage oder auf ihrer Terrasse übernachten lassen. Tatsächlich hat mich die Familie mit zu sich genommen und wir haben bis ein Uhr nachts zusammen gesessen und erzählt. Und das war ein wirklich persönliches Gespräch, da war ich einfach platt. Dann durfte ich noch auf der Couch schlafen. Das war schon enorm, dieses Vertrauen, das mir da geschenkt wurde, obwohl die mich erst einen Abend lang kannten. Das war so ein richtiger Schubs und ich dachte mir: Krass, das könnte tatsächlich alles gut gehen.

Ich erinnere mich noch gerne an einen französischen Landpfarrer. Er sprach kein Wort Deutsch, kein Wort Englisch, nix, und ich konnte gar nicht mit ihm reden. Aber er war unglaublich froh darüber, dass da ein Pilger in seinem Dorf vorbeikam. So bereitete er mir ein Zimmer im Pfarrhaus, brachte mir Essen und ein Glas Wein. Es war mir so peinlich, dass ich ihm nichts erzählen konnte, und er wollte mir unbedingt seine Geschichte erzählen. Darum rief er dann eine Nonne an, die in Kamerun Missionsdienst geleistet und ein bisschen Deutsch gelernt hatte. Die Schwester kam dann mit ihren paar Brocken Deutsch extra zu uns gefahren um ein bisschen zu übersetzen. Er war so aufgeregt und so bemüht, das hat mich echt tief beeindruckt.

In Spanien, um aus jedem Land eine Erfahrung zu nennen, gab es eine kleine Pilgerherberge, auch in einem Pfarrhaus, direkt an der Kirche. Wir waren da am Abend sieben Pilger und der Herbergsvater. Bezahlen musste man nichts, stattdessen lag am Eingang eine große Schatztruhe mit Geld und dem Spruch „Wer kann, möge geben, wer braucht, solle nehmen“. Dieser erste Eindruck stand stellvertretend für die Mentalität des Hauses. Wir haben zusammen gekocht, gegessen und ein Abendgebet gehalten. Dafür gingen wir mit Kerzen in die Kirche, der Herbergsvater sprach einige Pilgergebete mit uns und dann gab es die Gelegenheit für freies, persönliches Gebet. Da haben die die Leute persönliche Sachen ausgepackt, das hat mich echt berührt. Wir waren schon zehn Tage in Spanien unterwegs, kannten uns schon ein bisschen, aber da kamen solche Klötze zur Sprache, bei denen mir bewusst wurde, dass jeder sein Kreuz mit sich trägt. Zum Abschluss sangen wir dann das Salve Regina, wunderschön, auch weil da ein italienisches Ehepaar so von Herzen mitträllerte. Ich bekam einfach Gänsehaut. Danach haben wir noch zusammen gesungen, Gitarre gespielt, es war sehr heiter und sehr schön. Das war tatsächlich so ein Abend, an dem sich die Pilgergruppe, die langsam gewachsen war, gefestigt hat. Mit den meisten, die an diesem Abend dabei waren, bin ich dann später in Santiago angekommen.

Am Ziel! Santiago de Compostela. Foto: Juliusz Kowalski

Am Ziel! Santiago de Compostela.
Foto: Juliusz Kowalski

Wie war dann die Ankunft in Santiago?

Ach, herrlich. Das Herz pochte. Vor der Kathedrale jubelte ich laut mit meinen Pilgergefährten. Schließlich sind wir in die Kirche gegangen. Es war still, der riesige Goldaltar schimmerte uns entgegen. Wortlos gingen alle nach vorne, einer nach dem anderen sank auf die Knie und dann liefen einfach die Tränen. Ganz besonders war für mich auch der Gottesdienst am nächsten Tag: Da wird verlesen, woher die Pilger kommen. Nur für diesen Tag hatte ich das weiße Hemd mitgebracht, das ich am Anfang erwähnt hatte. Alles war irgendwie dreckig, nach drei Monaten draußen, besonders die Hosen und die Schuhe. Aber darüber habe ich mir das weiße Hemd angezogen und ging so in den Gottesdienst. Ich saß dann in dieser Messe und hörte, wie die Ankunft von zwei Pilger aus Deutschland verkündet wurde. Da dachte ich nur: Ja, davon bin ich einer! Ich war so stolz.

Ganz fassbar wurde dann auch nochmal die Gemeinschaft mit all den Leuten, die mich unterstützt haben. Nach meiner Ankunft in Santiago schrieb ich um die 70 Postkarten, 5 Stunden habe ich den Leuten geschrieben: Ich habe es geschafft! Vielen Dank für die Unterstützung!

„Komplette Sorglosigkeit, eine Easy-Going-Mentalität und auch Frömmigkeit“

Was hast du heute, knapp acht Jahre später, noch von der Wallfahrt?

Viel! Komplette Sorglosigkeit, eine Easy-Going-Mentalität und auch Frömmigkeit ist geblieben. Drei Monate intensives Glaubensleben steigern schon die Verbindung zu Gott. Ich zehre bis heute davon und wenn es nur das Pilger-Ideal ist, von dem ich weiß, wie froh und glücklich es mich gemacht hat. Dann sind da Momente, an die ich immer wieder gerne zurückdenke. Und natürlich sind Freundschaften geblieben.

Also, ich habe vor allem gemerkt, dass ich deutlich unabhängiger und selbstständiger bin, als ich das je gedacht hätte. Ich fand auch heraus, dass ich mich gerne mit der ganzen Geschichte und Theologie intensiver auseinandersetzen würde und hab mich dann eben auch für Geschichte und Theologie als Studienfächer entschieden. Damit bin damit bis heute auch sehr zufrieden.

Hast du irgendwann unterwegs eine Stimme gehört, die zu dir sprach: „Juliusz, studiere Geschichte und Theologie“?

Hm, ja, irgendwie schon. Ein Element im Pilgern ist ja, wie z. B. in der Fastenzeit, dass man aus dem Alltagstrott und diesen ganzen Sachen, die einem eigentlich nichts bedeuten, und die man selbst für nicht so wichtig hält, löst. Dann spürt man, was einem wichtig ist, was man benötigt und auch, wie man gelenkt wird. Also, wenn man erstmal auf dem Feld eine ganze Zeit lang wandert und nichts anderes hört als die eigenen Fußsohlen, dann merkt man erstmal, was für eine Stille einen umgibt und was aus der Stille dann tatsächlich auch wachsen kann. Im Alltag ist das deutlich schwieriger.

“Man muss das ja nicht so extrem machen…”

Was sagst du den Menschen, die sagen: Oh, das ist so toll, ich will das auch mal machen…

Mach es! Man muss das ja nicht so extrem machen, also drei Monate, ohne Geld, und einfach loslaufen. Aber, es gibt auch genügend organisierte Wallfahrten, wo man in der Gruppe unterwegs ist. Das halte ich auch für eine hervorragende Sache, weil man dann so ein bisschen Anleitung im Gebet und Austausch hat. Dann muss es ja nicht nur Santiago sein. Es gibt ja regionale Wallfahrtsstätten noch und nöcher, wo man gut ne Fuß- oder Radwallfahrt hin machen kann. Wir, in meiner Heimatgemeinde in Wiesbaden haben eine Wallfahrt nach Fulda, zum heiligen Bonifatius und das ist grandios. Es gibt ein gewisses Gemeinschaftsgefühl, man hat einen Priester, der das ganze begleitet, der dann für so spirituelle Grundlagen auf der Reise sorgt. Vor Ort gibt es dann Erlebnisse, eine gemeinsame heilige Messe, Pilgersegen und so weiter, die das ganze eben sehr schön machen. Die meisten einfachen Wallfahrten kosten auch nicht viel, also von daher ist es perfekt, gerade für Jüngere. Also, los, probiert es aus!

Weitere Eindrücke von der Wallfahrt:

  • Juliusz unterwegs auf dem Jakobsweg
    Juliusz unterwegs auf dem Jakobsweg. Foto: Juliusz Kowalski