Ostern entgegen gehen

Intensive und schöne Tage liegen hinter uns. “Ostern entgegen gehen” – so heißt das Jugendprogramm an den Kar- und Ostertagen im St. Bonifatiuskloster in Hünfeld und nach diesem Motto haben wir die Tage seit Gründonnerstag gemeinsam verbracht. Im Mittelpunkt stand, gemeinsam Ostern zu feiern – und dabei vielleicht etwas besser zu verstehen, was da eigentlich geschieht. “Wir” – das waren in diesem Fall eine Gruppe von neun Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die dazu nach Hünfeld gekommen waren, drei Novizen, ein Student und zwei Patres der Oblatenmissionare.

Gemeinsam entsteht ein "Bild der Hoffnung"

Gemeinsam entsteht ein “Bild der Hoffnung”

Am Gründonnerstag starteten wir nach dem Ankommen und Kennenlernen gleich mit der “Messe vom letzten Abendmahl”, die wir in unserer Gruppe gefeiert haben. Dabei haben wir vor allem versucht, die Bedeutung der Fußwaschung nachzuvollziehen, die ja von Jesus ebenfalls an diesem Abend an seinen Jüngern vollzogen wurde. Bereits hier begann es, dass wir den Weg Jesu innerlich mitgegangen sind. Vom Abendmahl in der Eucharistiefeier – mit kurzem Zwischenstopp beim Abendessen – zur Ölbergstunde in der Klosterkirche.

Der Karfreitag stand ganz im Zeichen des Leidensweges Jesu – wobei der Kreuzweg am Vormittag auch ein “Hoffnungsweg” sein sollte. “Bilder der Hoffnung” haben wir in kreativer Arbeit gemeinsam erstellt. Ungewohnt für viele das Mittagessen, das wir im Kloster am Karfreitag traditionell schweigend essen. Feierlich und intensiv: die Karfreitagsliturgie am Nachmittag. Den restlichen Tag verbrachten viele damit, sich eine persönliche Osterkerze zu gestalten oder miteinander ins Gespräch zu kommen.

Jeder gestaltet eine persönliche Osterkerze

Jeder gestaltet eine persönliche Osterkerze

Am Karsamstag machten wir uns dann auf den Weg, um das Osterwasser zu holen. Ein Fußmarsch von einer knappen Stunde führte uns ins nahe gelegene Mackenzell, wo wir an einer Quelle einige Eimer mit Wasser füllten. Etwas komisch geschaut haben die Leute schon, als wir dann mit Eimern voll Wasser auf dem Rückweg ins Kloster waren… Der absolute Höhepunkt der Tage war aber dann – nach einigen Vorbereitungen am Nachmittag – die Feier der Osternacht. Segnung des Osterfeuers, Hören der Geschichte Gottes mit uns Menschen in den Lesungen, das feierliche Gloria, aus voller Kehle mitgesungen, die Frohe Osterbotschaft im Evangelium – wunderbar. Und dann wurde richtig gefeiert. Gemeinsam mit der Klostergemeinschaft und den anderen Gästen im Kloster haben wir die Osterfreude voll ausgekostet.

Beinahe ein wenig schade, dass die gemeinsame Zeit am Ostersonntag schon wieder zu Ende war… Doch vor der Abreise stand noch das Hochamt in der Klosterkirche und der Blick nach Rom: Urbi et orbi mit Papst Franziskus gehörte natürlich auch noch dazu. Das Fazit am Ende: Ostern ist ein wirklich schönes Fest, in Gemeinschaft gefeiert noch schöner und die Osterfreude ist wirklich auf uns alle übergesprungen.

Gruppenbild Ostern 2014

Gruppenbild am Ostersonntag

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