Gedanken zum Tag: Gründonnerstag

Jesus ist mit seinen Jüngern beim Mahl, so berichten es die Evangelien für den Abend vor seinem Tod. Dabei gibt es zwei überraschende Momente. Der erste ist, dass Jesus sein Obergewand ablegt, und tut, was sonst die Arbeit von Sklaven oder Dienern ist: er wäscht seinen Jüngern die Füße. Den meisten Menschen geht es heute so, dass sie niemanden an ihre Füße lassen wollen. Und anderen die Füße waschen? Auch lieber nicht. Doch Jesus sieht das anders: “Ihr sollt genauso handeln”, sagt er nicht nur seinen Jüngern, sondern auch uns. Heute heißt das sicher nicht mehr, die Füße wirklich zu waschen, aber es kann heißen, anderen zu helfen, zu dienen. Im Alltag gibt es dazu viele Gelegenheiten.

Die zweite Überraschung ist Jesu Wort zu Brot und Wein. “Das ist mein Leib”, sagt er. “Das ist mein Blut”. Er selbst ist in Brot und Wein gegenwärtig, immer wenn Eucharistie gefeiert wird. Das glauben wir Christen seit diesem Tag vor fast 2.000 Jahren. Ein großes Geschenk, das wir da jedesmal bekommen, wenn wir in Brot und Wein Jesus selbst empfangen. Er stärkt uns, damit wir stark werden, um so leben zu können wie er: als Diener der Menschen. Jesus ist sich nicht zu schade, sich vor anderen hinzuknien, um ihnen die Füße zu waschen, er macht sich wirklich zum Diener der Menschen. Und du?

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